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Ankylosierende Spondylitis (Morbus Bechterew) (AS)

Es gibt zahlreiche Ursachen für Rückenschmerzen, aber nur in etwa 5% der Fälle von Rückenschmerzen findet sich eine ankylosierende Spondylitis (AS) als Ursache. Die Schmerzen werden durch Entzündungen im Bereich der Iliosakralgelenke  (Kreuzbein-/Darmbeingelenke), der Wirbelkörper, Bandscheiben oder kleinen Wirbelgelenke verursacht ("entzündlicher" Rückenschmerz). Die ankylosierende Spondylitis ist die häufigste Krankheit aus der Gruppe der entzündlichen Wirbelsäulenerkrankungen (Spondyloarthritiden), zu denen auch die Schuppenflechtenarthritis und die reaktive Arthritis ( Gelenkentzündung nach vorausgehender Infektion) gehören.  Der Verlauf der AS ist chronisch mit Phasen erhöhter Krankheitsaktivität (Schübe). Glücklicherweise verlaufen nicht alle Spondyloarthritiden chronisch.

Die reaktive Arthritis z.B. heilt bei 75% der Patienten innerhalb von 3-6 Monaten, bei 90% innerhalb eines Jahres vollständig aus. Auch die Arthritis bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (M. Crohn, Colitis ulcerosa) ist nicht in jedem Fall eine chronische Arthritis.

Meist klingt die reaktive Arthritis nach wenigen Wochen bis Monaten ab. Bei zirka ein Viertel der Betroffenen ist der Verlauf aber chronisch und Bedarf einer medikamentösen Langzeitbehandlung.

Diagnostik:

Klinische Untersuchung:
Der Hauptschmerz tritt am frühen Morgen auf mit Steifigkeitsgefühl und bessern sich durch Bewegung im Tagesverlauf.

Die ankylosierende Spondylitis beginnt in der Regel zwischen dem 20. und 35. Lebensjahr. Entzündungen an den Gelenken (meist Hüfte oder Knie) mit schmerzhafter Bewegungseinschränkung  treten oft begleitend auf. Bei etwa 30% der Patienten mit AS kommt es zu Augenentzündung im Bereich der vorderen Augenkammer, der sogenannten anterioren Uveitis oder Iritis/Iridozylitis (Regenbogenhautentzündung).

Röntgen/ MRT (Kernspin):
Die Diagnose ankylosierende Spondylitis wird gestellt, wenn einerseits entzündlicher Rückenschmerz oder eine krankheitstypische Bewegungseinschränkung von Wirbelsäule oder Brustkorb vorliegen und andererseits das Röntgenbild eindeutige entzündliche Veränderungen im Bereich der Kreuzdarmbeingelenke zeigt.  

In der Frühphase der Erkrankung sind entzündliche Veränderungen der Iliosakralgelenke im Röntgenbild oft noch nicht zu sehen, können aber mit der  Kernspintomographie erkannt werden. Man spricht dann von einer "undifferenzierten Spondyloarthritis".  

Labor:
Typisches Erbmerkmal dieser Krankheit, das sog. HLA-B27 wird im Blut  nachgewiesen.

Therapie:

Die entzündungshemmenden Schmerzmittel (sogenannte nicht-steroidale Antirheumatika [NSAR] wie z.B. Diclofenac oder Indometacin) führen bei der Mehrzahl der Patienten zu einer spürbaren Besserung der Beschwerden. Eine Verlangsamung des Krankheitsverlaufs wurde bei Behandlung mit NSAR nachgewiesen.

Bei hoher Entzündungsaktivität und fehlender Besserung durch NSAR helfen oft TNF-alpha Blocker. Diese Medikamente (z.Z. Infliximab, Etanercept und  Adalimumab) führen oft zu einer deutlichen Verbesserung von Schmerzen, Beweglichkeit, Entzündungszeichen und Lebensqualität.

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