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Pleurarpunktion

Mit dem griechischen Begriff "Pleura" wird in der Medizin das Brustfell bezeichnet. Dieses besteht aus dem Lungenfell, das die Lunge umgibt, und dem Rippenfell, das die Brusthöhle innen zwischen den Rippen auskleidet. Die Pleurahöhle ist der spaltförmige Raum zwischen dem Lungenfell und Rippenfell sowie zwischen dem Lungenfell und dem Zwerchfell.

Bei einer Pleurapunktion punktiert der Arzt die Pleurahöhle.

Der Begriff Punktion leitet sich aus dem Lateinischen "punctio" ab und bedeutet Einstich.

Wie funktioniert eine Pleurapunktion?

Bei der Pleurapunktion wird eine Nadel durch Haut, Fett und Muskulatur bis zum Pleuraspalt vorgeschoben. Diese Punktion kann auch unter Ultraschallkontrolle erfolgen.

Ein bis zwei Stunden nach der Pleurapunktion wird eine Röntgenuntersuchung durchgeführt.

Wann wird eine Pleurapunktion durchgeführt?

Eine Pleurapunktion kann sowohl aus diagnostischen Gründen als auch zu therapeutischen Zwecken erfolgen.

Ein Pleura-Erguss ist eine Flüssigkeitsansammlung in der Pleurahöhle. Dieser kann viele Ursachen haben. Durch Punktion und anschließende Untersuchung des Pleura-Ergusses auf Zellen, Eiweiß, Zucker, Mikro-Organismen und andere Substanzen können bestimmte Erkrankungen nachgewiesen bzw. ausgeschlossen werden. Dazu gehören:

  • Tumorerkrankungen der Lunge
  • Lungenentzündungen z.B. durch Bakterien, Viren oder Pilze
  • Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz)
  • Leberzirrhose
  • Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis)

Therapeutische Ziele einer Pleurapunktion sind beispielsweise:

  • Pleurapunktion mit Ablassen des gesamten Pleura-Ergusses: Dies erfolgt zur Entlastung des Patienten, denn Pleura-Ergüsse können zu Atemnot, Druckgefühl und Schmerzen im Brustkorb führen.
  • Pleurapunktion mit Pleurodese: Bei der Pleurodese wird das Lungenfell mit dem Rippenfell mit Hilfe von Medikamenten verklebt. Dies ist z.B. nötig bei immer wiederkehrenden Pleura-Ergüssen, die aufgrund einer Tumorerkrankung entstehen. Auch bei einem häufig auftretenden Pneumothorax kann eine Pleurapunktion mit Pleurodese notwendig sein.
  • Behandlung eines Pneumothorax: Bei einem Pneumothorax befindet sich Luft in der Pleurahöhle. Die Luft ist durch ein geplatztes Lungenbläschen oder eine Verletzung des Lungengewebes aus der Lunge in den Pleuraspalt übergetreten. Dies führt zu einem teilweisen oder kompletten Kollaps des betroffenen Lungenflügels, das bedeutet, dass der Lungenflügel in sich zusammenfällt.

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