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Polymyalgia rheumatica (PMR)

Die  (PMR) ist eine entzündlich-rheumatische Erkrankung,  die sich durch Schmerzen der Muskulatur, vor allem des Schulter- und des Beckengürtels zeigt. Diese treten besonders am Morgen auf. Sie geht  mit ausgeprägten Entzündungszeichen im Blut einher. Hierbei besteht oftmals auch ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl mit Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Appetitlosigkeit und Gewichtsabnahme.

Ausgeprägte (Schläfen-) Kopfschmerzen, verdickte und überempfindliche Schläfenarterien und Sehstörungen sind Anzeichen für eine gleichzeitig vorliegende Arteriitis temporalis. Das Alter der Patienten liegt meistens bei über 60 Jahre , Frauen sind zwei- bis dreimal so häufig betroffen wie Männer, einige Patienten haben gleichzeitig eine Arteriitis temporalis (Entzündung der Schläfenarterien).  Dabei finden sich dann typischerweise ausgeprägte (Schläfen-) Kopfschmerzen, verdickte und überempfindliche Schläfenarterien und Sehstörungen.

Diagnostik:

Klinische Diagnostik:
Betroffen ist oft die Muskulatur des Schultergürtels, die Schmerzen nehmen bei Bewegung zu und  sind morgens besonders ausgeprägt. Die Morgentoilette (Zähneputzen, Kämmen, Rasieren) ist dadurch oft schmerzhaft behindert.  Seltener ist der Bein- Beckengürtel schmerzhaft mit Beschwerden der Oberschenkel-muskulatur (erschwertes Aufstehen aus dem Sitzen, Auf- und Abgehen von Treppen). Typischerweise findet sich zusätzlich ein ausgeprägtes allgemeines Krankheitsgefühl mit Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit und Gewichtsabnahme. Ausgeprägte (Schläfen-) Kopfschmerzen, verdickte und überempfindliche Schläfenarterien und Sehstörungen sind Anzeichen für eine gleichzeitig vorliegende Arteriitis temporalis (Entzündung der Schläfenarterie).  

Labor:
Es erfolgt eine Untersuchung auf Entzündungszeichen im Blut (Blutsenkung, CRP). Sind diese deutlich erhöht, liegt der Verdacht nahe, dass es sich um eine PMR handelt. Das äußerst prompte Ansprechen auf Cortison bestätigt dann die Verdachtsdiagnose, enthebt den Arzt aber nicht davon, gleichzeitig nach anderen möglichen Ursachen zu suchen. Es kommen in Betracht auch  vor allem Tumorerkrankungen und unerkannte Infektionen. Bei einer Arteriitis temporalis kann man mit einer speziellen Ultraschalluntersuchung die Verdachtsdiagnose bestätigen, gesichert wird diese dann durch eine Gewebsprobe der verdickten Arterie. Dies ist aber nur selten erforderlich.

Therapie:

Die Basis der Behandlung ist Therapie ist die Gabe von Cortison, welches bei dieser Erkrankung außerordentlich gut und sehr schnell wirkt. Bei einfachen PMR muss das Cortison nicht so hoch dosiert werden wie bei der Arteriitis temporalis, bei der aufgrund einer Entzündung von Arterien, die das Auge versorgen, eine Erblindung eintreten kann.  Werden jedoch auf Dauer zu hohe Dosen von Cortison benötigt, um ein Wiederauftreten von Entzündungszeichen zu verhindern, können auch andere Medikamente, sog. Immunsuppressiva, ergänzend gegeben werden.

Verlauf:

Die Prognose der PMR ist insgesamt recht gut und bei den meisten Patienten reicht eine niedrig dosierte, aber ausreichend lange (mindestens 1 Jahr) gegebene Cortisontherapie allein aus, um die Entzündung vollständig zu unterdrücken.  Ein Wiederauftreten der Beschwerden ist aber möglich. Die Gefahr der Erblindung eines Auges bei einer Arteriitis temporalis kann durch rasche Einleitung einer ausreichend hohen Cortisontherapie verringert werden. Bei einer Normalisierung der Entzündungszeichen im Blut ist diese Komplikation im Allgemeinen nicht mehr zu befürchten.

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